Mainstream – was ist das? Waits mit dem Begriff Mainstream in Verbindung zu bringen ist sicherlich absurd. Mit „Bad As Me“ hat Waits jedoch ein Werk vorgelegt, welches in waitsschen Sphären wohl am ehesten als salonfähig hinsichtlich des allgemein-populären Musikverständnisses interpretiert werden könnte. So lassen sich mehr denn je klassische musikalische Einflüsse heraushören.
Waits überrascht mich seit Jahren immer wieder, nun wird er melodisch, spielt mit seiner Stimme – man hat den Eindruck mit über 60 drängt sich auf einmal ein Harmonie-Bedürfnis auf und Waits wird milde. So ist es aber nicht. Es kracht, rumort und lärmt noch immer gewaltig, für das ungeübte Ohr allerdings koordinierter. Das Album ist variabel, spielt gekonnt mit unterschiedlichen Stimmungen.
„Bad As Me“ vermag ein Album zu werden, welches Waits einem breiteren Publikum zugängig macht. Fast klingt es wie ein „Best of“.
Der Altmeister weiß mich zu beeindrucken. Das Grinsen, welches sich bereits bei der Ankündigung einer neuen Waits-Platte in mein Gesicht zeichnet bleibt auch nach den letzten Klängen erhalten.
Hutziehend möchte ich dieses Album für mich in nur wenigen Worten umschreiben: „das ist Rock & Roll“.
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17. Februar 2012
16. Januar 2010
Brachiale Urgewalt brüllt, schnaubt, hechelt den Blues
1995 röhrte sich Tom Waits mit seinem Album „Bone Machine“ in mein heimisches Wohnzimmer und hat dieses seither nicht mehr verlassen. Fasziniert von den Bildern und Emotionen die Waits in seinen Arrangements zu transportieren vermag hat er mich – und mittlerweile glücklicherweise auch meine Frau – in seinen Bann gezogen. Obwohl auch der frühe Tom Waits eine gewisse Faszination bei mir hervorruft, gehört meine „Liebe“ doch eher seinen Werken der letzten zwei Dekaden.
Mit „Glitter and Doom“ hat Tom Waits 2009 fernab der kommerzialisierten aalglatt-Musik ein sensationelles Live-Album veröffentlicht, das meinen CD-Spieler mehrere Tage nicht mehr verlassen mochte. Mehr noch als bei manch anderem Waits-monumental-Werk treiben mir bereits die ersten Klänge von „Lucinda – Ain't Goin Down“ in wahrer Vorfreude auf das was mich auf dieser Platte noch erwartet ein breites, nicht enden wollendes Grinsen ins Gesicht.
Absolut zum empfehlen ist die sehr gut gemachte Waits-Website mit vielen Informationen und erstklassigen Videos.
Mit „Glitter and Doom“ hat Tom Waits 2009 fernab der kommerzialisierten aalglatt-Musik ein sensationelles Live-Album veröffentlicht, das meinen CD-Spieler mehrere Tage nicht mehr verlassen mochte. Mehr noch als bei manch anderem Waits-monumental-Werk treiben mir bereits die ersten Klänge von „Lucinda – Ain't Goin Down“ in wahrer Vorfreude auf das was mich auf dieser Platte noch erwartet ein breites, nicht enden wollendes Grinsen ins Gesicht. Absolut zum empfehlen ist die sehr gut gemachte Waits-Website mit vielen Informationen und erstklassigen Videos.
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